Mechtild van Ahlers

Mechtild van Ahlers

Mechtild van Ahlers

Mechtild van Ahlers – Malerin und Bildhauerin

Ausstellung bei art private room

DIE KUNST ist weiblich – und 3 x anders

mit Arbeiten der Künstlerinnen
Mechtild van Ahlers, Ann Besier und Maria Es

in der Brunnenstraße 39 in Berlin-Mitte im Dez. 2010

Mechtild van Ahlers, bei ihr kommt mir ein Gedicht von Rose Ausländer in den Sinn: „Sätze“. Ausländers Worte beziehen sich zwar auf die Dichtung, doch kann man Mechtild van Ahler ohne Übertreibung eine Farbendichterin nennen.
So dichtet Rose Ausländer: “Kristalle unregelmäßig, kompakt und durchsichtig hinter ihnen die Dinge erkennbar. Diese Sucht nach bindenden Worten, Satz an Satz, weiterzugreifen in die bekannte, unbegreifliche Welt.“
Mechtild von Ahlers Bilder können leicht, beschwingt sein, in dem man die „Fische singen“ hört oder eine „verirrte Lerche“ zu erkennen glaubt, aber auch schwer, schwer in der satten Farbe und schwer nach Blumen duftend.

Auszug aus der Rede der Kunsthistorikerin
Anja Lungwitz am 10. Dez. 2010 zur Eröffnung

 

Mechtild van Ahlers Exklusiv-Ausstellung “Nach dem Lichtverzicht“ im Mai 2010 bei art private room in der Brunnenstr. 177 in Berlin-Mitte

„…Der Zyklus Nach dem Lichtverzicht, der heute erstmals öffentlich ausgestellt wird, ist nach dem ersten Vers eines Gedichts von Paul Celan benannt, wie überhaupt viele Bilder ihren Ausgang von Verszeilen Ingeborg Bachmanns, Rose Ausländers und Paul Celans nehmen. …“

“…Das Hauptbild dieser Ausstellung, das Triptychon Nach dem Lichtverzicht, zeigt florale Motive, die durch intensive Farbigkeit den Duft und die betörende Sinnlichkeit der Pflanzenwelt in Malerei übertragen. Eine fließende Bewegung in der Komposition und im Pinselduktus lässt die Formen sich dehnen oder sich zusammenziehen, sie reihen sich wie in einem Stakkato aneinander oder schwingen aus, wie ein immer leiser werdender Ton in einem Musikstück. Dabei lösen sich die Formen in freie Farbflächen auf, sodass ein besonderer Stil entsteht. Die Bildfläche konstruiert das Sichtbare nicht nach, sondern schafft es neu. Die Formen entfalten sich mit flüchtiger Leichtigkeit vor dem Auge des Betrachters. Fein verteilte Bildgewichte, so etwas wie schwere Bildflächen, schaffen ein rhythmisches Gleichgewicht des Ganzen. …“

 

li. Mechtild van Ahlers; mi. Sanna Böswirth

li. Mechtild van Ahlers; mi. Sanna Böswirth

„ …Die Bilder von Mechthild van Ahlers wirken wie spontan entstanden, sie scheinen die ungebremste Bewegung eines glücklichen Moments wiederzugeben. In Wirklichkeit sind sie das Ergebnis eines mehrmonatigen Arbeitsprozesses. Die Transparenz der Farben ist die Folge vieler übereinander gelegter hauchdünner Farblasuren. Der relativ lange Entstehungszeitraum eines Bildes ergibt sich aus der Trocknungszeit einer einzigen Lasur von etwa einer Woche. Dies erinnert an das natürliche Prinzip der langen Wachstumsphasen in der Natur. „
…“ Die Bilder zeigen zwar den Rhythmus des Vergänglichen, doch haben sie etwas über die Zeit Erhabenes, etwas, das sich nicht verbraucht. Denn nur das, was wir festhalten wollen, erstarrt zum Korsett. Das Losgelöste jedoch, das in seiner freien, fließenden Bewegung nicht behindert wird, vermag den Pulsschlag des Lebendigen zu bewahren. …„

Kunsthistorikerin Sanna Böswirth, Auszüge aus ihrer Rede zur Eröffnung am 7. Mai 2010

 

Der Entstehungszeitraum für die Arbeiten der Künstlerin Mechtild van Ahlers ist relativ groß und erstreckt sich oft über ein Jahr. „Diese Bilder haben etwas über die Zeit Erhabenes, etwas, das sich nicht verbraucht. Im Grunde genommen verweigern sie sich jeder Interpretation. Sie wollen nicht gedeutet, sondern erfahren werden.“ … kommentierte die Kunsthistorikerin Sanna Böswirth.

Aus der Eröffnungsrede am Rumänischen Kulturinstitut am 14. Mai 2008 von Sanna Böswirth, Kunsthistorikerin